Workshop: Verhörtraining

Workshop: Verhörtraining

Es ist zwar nicht die Regel, aber gerade bei Massenaktionen, wie sie im Sommer in Hamburg zum G20 oder im Kölner Braunkohlerevier bei den „Ende Gelände“-Aktionen stattfanden, kann es, wenns blöd läuft auch mal zu Ingewahrsamnahmen kommen. Schneller als mensch denkt, sitzt er*sie im Verhörzimmer.

Na kein Problem, werden viele denken, „Anna und Arthur haltens Maul!“ – basta.
Dieser Merksatz läßt viel Raum für Widersprüchliches. Keine Aussage machen – Maul halten – was heißt das konkret? Wenn ich im Knast auf Toilette muss, darf ich das nicht sagen? Oder wenn ich wissen will, was mir vorgeworfen wird, darf ich das nicht fragen? Kann die Polizei mir daraus einen Strick drehen?

Die meisten von Repression Betroffenen machen sich erst in der konkreten Situation darüber Gedanken und wissen dann nicht, wie sie reagieren. Das erklärt auch, dass trotz (oder eben wegen!) der Einfachheit des Handlungsvorschlags „Anna und Arthur haltens Maul“ Betroffene sich bei Verhörsituationen regelmäßig um Kopf und Kragen reden – weil die Verhörsituation unbekannt ist und mensch doch überrascht ist, mit welchen Tricks, (z. B. Drohungen bei Aussageverweigerung) die Ermittlungsorgane arbeiten.

Wir wollen nach einer kurzen Einführung ins Polizei- und Vernehmungsrecht Vernehmungen durchspielen.
Auf dass nix Blödes in den Protokollen hängenbleibt!

18. Februar 11-18 Uhr | Workshop | Ort tba