Verhörtraining

Verhörtraining

2. Juli 2017
12:00bis19:00

Es ist zwar nicht die Regel, aber gerade bei Massenaktionen, wie sie diesen Sommer in Hamburg zum G20 oder im Kölner Braunkohlerevier bei den Ende Geländeaktionen stattfinden werden, kann es, wenns blöd läuft auch mal zu Ingewahrsamnahmen kommen…. und schwupp diewupp sitzt mensch im Verhörzimmer.
Na kein Problem, werden viele denken, Anna und Arthur haltens Maul! basta.
Dieser Spruch, so einfach er auch ist, läßt trotzdem viel Raum für Widersprüchliches. Keime Aussage machen…. Maul halten, was heißt das konkret? Wenn ich im Knast auf Toilette muss, dauf ich das nicht sagen? Oder wenn ich wissen will, was mir vorgeworfen wird, darf ich auch das nicht fragen? Kann die Polizei mir daraus einen Strick drehen?


Tatsächlich es es, so dass die meisten von Repression Betroffenen sich erst in der konkreten Situstion darüber Gedanken machen und dann nicht wissen, wie sie reagieren. Das erklärt auch, dass trotz (oder eben wegen!) der Einfachheit des Handlungsvorschlags „Anna und Arthur haltens Maul“ Betroffene sich bei Verhörsituationen regelmäßig um Kopf und Kragen reden – gerade weil die Verhörsituation unbekannt ist und mensch doch überrascht ist, mit welchen Tricks, (z. B. Drohungen bei Aussageverweigerung) gearbeitet wird.
Wir wollen nach einer kurzen Einführung ins Polizei- und Vernehmungsrecht in der Praxis mal solche Vernehmungen durchspielen und zwar von beiden Perspektiven, des/der Verhörenden und des/der Verhörten.
Auf das bei den Gipfeltagen und woanders nix blödes in den Protokollen hängenbleibt.

Ort der Veranstaltung wird noch mitgeteilt