Prozesstraining

5. Oktober 2018 19:00bis7. Oktober 2018 13:00

 

Warum sollte man Gerichtsprozesse offensiv führen? Der weit
verbreitete liberale Mythos, dass Cops schon mal was falsch machen, es
aber dann von Gerichten kontrolliert würde, zeigt, dass
Gerichtsprozess ein diskursives Spektakel zur Legitimation auch von
staatlicher Polizeigewalt sind. Leider sitzen auch Linksradikale dem
Mythos auf, dass Gerichte und Polizei sich prinzipiell gegeneinander
ausspielen.
In dem Moment, in dem man es mit einer rotzfrechen radikalen
Öffentlichkeitsarbeit schafft, dass das Theaterstück in eine
Delegitimation von staatlicher Gewalt kippt, erreicht man die
Vermittlung radikaler politischer Erfahrung. Nebenbei steigen die
Chancen für eine Einstellungen des Strafverfahrens im Sinne der
Betroffenen in diesem Moment enorm an.
Zugute kommt uns dabei, dass der Ablauf eines Gerichtsverfahrens dank
StPO ziemlich vorhersehbar ist und sich Interventionen daher ziemlich
gut vorbereiten lassen.
Wie das funktionieren kann und warum es
sinnvoll ist, mit der Öffentlichkeitsarbeit nicht an der Tür zum
Gerichtssaal aufzuhören, wollen wir hier anhand einiger Beispiele
diskutieren und in Rollenspielen praktisch durchspielen.

Das Training geht von Freitag abend bis Sonntag mittag und eine 
Kompletteilnahme ist empfehlenswert. Die Freitag Abend Einführung 
kann auch unabhängig von der Teilnahme am Samstag und am Sonntag besucht werden.
Termin Freitag, 5.Oktober ab 19 Uhr bis Sonntag mittag, Ort: Rostock Stadtzentrum