Polizeigewalt gegen Geflüchtetenproteste u.a. gegen Aktivist*innen des Marchs4Freedom 2014

2014 protestierten Geflüchtete und Unterstützer*innen mit einem March4Freedom von Straßburg nach Brüssel gegen das europäische Grenzregime. Bei der zeitgleich in Luxemburg tagenden Innenministerkonferenz zur Migration, gab es statt Verständnis, einen brutalen Polizeieinsatz mit Pfefferspray, Hundebissen und Schlagstockeinsatz. Angeblich – so die Begründung der Polizei – sei der March4Freedom eine bewaffnete Rebellion gegen den Staat Luxemburg gewesen. Vier Jahre später wurden nun vier Angeklagte letztinstanzlich zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und mehreren Tausend Euro Strafe verurteilt.

Das Urteil ist nur eine Spitze in einer langen Kette rassistischer Repressions-Eisberge. Ob in Röszke, Ellwangen oder wie hier Luxemburg: Europaweit werden Proteste von Geflüchteten gegen die rassistische Asylpolitik und das Grenzregime der EU kriminalisiert.

Aktivist*innen vom March4Freedom und der Anti-Repressions-Kampagne „You can’t evict Solidarity“ kommen nach Rostock, berichten über ihre Erfahrungen mit Protest und Gerichtsverfahren und informieren über aktuelle Kämpfe.

Termin 9. Juni 19 Uhr, Newcomercafe (Budapester Str. 16)

Solitresen ab 18 Uhr