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Beispiel: Mauli macht eine Aussage

Pauli und Mauli werden beim Plakatieren erwischt. Pauli quasi in flagranti mit dem Quast in der Hand, Mauli in ca. 100 Meter Entfernung. Die Polizei vergisst aber aufzuschreiben (die vergessen immer irgendwas!), wen sie wo aufgegriffen hat. Das Ordnungsamt möchte nun ein Bußgeld verhängen und Pauli und Mauli bekommen vielleicht einen Bogen zur schriftlichen Anhörung oder werden zum Verhör bei der Polizei geladen als Beschuldigte in der Sache.
Mauli, die weiter weg stand, sagt nun im Verhör (oder im Schriftverkehr – egal) aus: „Ich war ja aber gar nicht am Tatort.“
Folgendes realistische Szenario schließt sich an: Die Anklage gegen Mauli wird aufgrund dieser Aussage fallen gelassen. Mauli wird in der Folge als Zeugin vorgeladen, als die sie kein Recht auf Aussageverweigerung hat – als Angeklagte hat sie das. Sie könnte die jetzt verlangte Zeugenaussage nur verweigern mit dem Hinweis darauf, dass sie sich mit einer Aussage möglicherweise selbst beschuldigt, was natürlich völlig absurd ist angesichts des ersten Versuchs, die eigene Unschuld zu beweisen mit „Ich war doch gar nicht am Tatort.“
Dass Pauli also verurteilt wird, ist also aufgrund der Aussage fast zwingend, denn wenn’s Mauli nicht war, muss wohl Pauli am Tatort gewesen sein, irgendwen haben die da schließlich gesehen, auch wenn’s im Protokoll nicht so genau stand. Mauli hat das unvollständige Protokoll letztendlich unfreiwillig ergänzt.
Ohne Maulis Aussage hätte die Behörde aufgrund schlecht ausgefüllter Formulare von Seiten der Ordnungshüter den Bußgeldbescheid vielleicht gar nicht zu Ende verfolgt und beide wären unbehelligt aus der Sache hervorgegangen.

Merke: Immer erst mal GAR NICHTS sagen! Es ist in einer Verhörsituation oder auf der Straße mit dem Quast in der Hand oder auch zu Hause über dem Schriftlichen Anhörungsbogen fast unmöglich, abzuschätzen, welche negativen Folgen die Aussage unter Umständen hat.

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